Am Samstag, 31. Januar, rechtzeitig zum 50-jährigen Jubiläum des Punkrock wurde der Inbegriff des ewig Aufmüpfigen 70 Jahre alt. Der Sänger formerly known as Johnny Rotten von den Punk-Gründervätern The Sex Pistols ist nach wie vor mit seiner Band Public Image Ltd aktiv. Grund genug den alten Anarcho so ein bisschen zu feiern. War es doch in Great Britain Anfang der 80er Jahre, als die Kunst der punk-tuellen Verweigerung zum stilprägenden Soundtrack dieser Zeit geriet. Die stylishen Merkmale der Generation X, Iro, bunte Haare, Lederjacke, Nieten, zerrissene Jeans haben ja auch die ganzen Jahrzehnte ganz frisch überstanden. Darum bitte Punkrock und Post Punk, für eine glückliche Jugend ist es nie zu spät.
Unschlagbar sind heute die harten Schläge auf euer Trommel-Fell, die da losdonnern mit einer Wucht, die ihresgleichen sucht. Die Beats hauen ordentlich auf den Putz, wenn der Bass mutiert und die Dunkelheit zuschlägt. Ein regelrechter Club-Angriff, eine mitreißende Fusion aus Industrial Bass und knall-harter Electronic Body Power, eine Energie, die den Dancefloor zum Beben bringt, das macht so richtig Lust sich auszutoben. Was denn Frösche mit den Underground-Kreaturen der Nacht zu tun haben? Nun, Antibody und Grendel wissen wohl ein Lied davon zu singen. Um es mit Faderhead’s Worten auszudrücken: Enjoy The Noise!
Synthie-Sounds, so cosy, so warm, so behaglich, dass man sich direkt darin einwickeln möchte: damit bezirzt euch heute euer Mitternachtsreigen. Und das passt ja ganz famos zum heutigen Weltkuscheltag und Internationalen Sweatpant-Day. Kaum ein Kleidungsstück steht (paradoxerweise) mehr für Gemütlich- und Bequemlichkeit wie die Jogginghose. Also schlüpft doch mit dem Mitternachtsreigen in komfortable Synth-pants und genießt die „Endless Skies“ oder gar die „Eternity“. Der ebenso heutige Hugging Day soll an die positive Wirkung des Hormons Oxytocin erinnern, aber wer braucht schon Oxytocin, wenn er so wundervoll euphorisierende Sounds und Songs wie z.B. von Ego Bliss oder Mesh haben kann. Quasi Wohlfühlen für die Ohren und Wellness fürs Herz.
Die Jahreszeit hüllt uns in Dunkelheit, es ist eine eine düstere Zeit – eine perfekte Stimmung für Post-Punk, Dark Wave und ganz, ganz dunkle 80s-Vibes. Dark Wave offenbart mit düsteren Klängen und melancholischen, beinah depressiven Texten die dunkle Seite eines Jahrzehnts, das scheinbar im Zeitenlauf stehen geblieben ist. Oder wie erklärt ihr euch sonst, dass Bands wie The Cure, Ministry oder Suicide völig friktionsfrei nebeneinander und miteinander gehört werden können mit Tracks von Magic Wands oder Undertheskin? In der modernen Dark-Wave-Szene von 2026 ist das Erbe der 1980er Jahre präsenter denn je. Zeitgenössische Bands greifen gezielt nach der kühlen Ästhetik der 1980er Jahre, um die Weltschmerz-Themen der Gegenwart zu vertonen; dabei bleibt die schwarze Romantik der 80er immer noch das Maß aller Dinge.
2025 – das bedeutete 53 Mittwochnächte mit eurem Mitternachtsreigen, 454 Tracks, die ihr von 338 unterschiedlichen Künstlern zu hören bekamt. 2025, das bedeutete aber auch ganz wunderbare Live-Konzerte und Chrissy’s Festivalausflüge, auf die ihr sie mit dem Mitternachtsreigen begleiten konntet. Ihr wart dabei bei allerlei Geburtstagspartys, habt mit uns wunderschöne Feiertage verbracht, zuletzt sogar Weihnachten und Silvester. Großartige Releases hatte 2025 auf Lager, und diese wurden im Mitternachtsreigen gleich mit euch gefeiert. Der Mitternachtsreigen hat 2025 die 800er Marke geknackt. Heute blicken wir noch einmal auf dieses himmlische Jahr zurück und himmlisch sind auch die Tracks dazu: unter anderen Close To Heaven von VNV Nation, Biomekkanik mit Heaven Awaits oder Ad Astra von Zweite Jugend.
Was kommt da wohl 2026 auf uns zu? Drohende Apokalypse oder ein Hoffnungsschimmer im globalen Chaos? Was hält 2026 für uns bereit? Für die globalen Entwicklungen in Politik, Klima, Wirtschaft und Gesellschaft können wir nur das Beste wünschen und vielleicht doch auf das Gute in den meisten Menschen hoffen. In Mitternachtsreigens Kernkompetenz jedoch, dem musikalischen Fortschritt in 2026, da stehen die Sterne wahnsinnig gut. Schon heute sind spannende Releases angekündigt und auch Mitternachtsreigen hat große Pläne für sein 17. Jahr on Air. Darum wollen wir heute zusammen mit euch gemeinsam mit Zeraphine, System Noire, Faderhead und anderen den K.O.-Countdown für 2025 einzählen. 2025 kann weg - 2026, bring it on!
Kurz vor der Christmette am Heiligen Abend versammelt sich Familie Mitternachtsreigen unter der Sendeantenne und stimmt mit prominenter und stimmgewaltiger Unterstützung allerlei mehr oder weniger besinnliche Weihnachtsgesänge an - bestimmt nicht so, wie man es erwartet, hier herrscht ein ganz anderer Ton. Oh Tannenbaum erklingt bei den Tyske Ludders in EBM, der gefüllte Truthahn wird von Scooter serviert und selbst "Stille Nacht", das weltweit bekannteste Weihnachtslied aus Österreich, geschrieben von Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber, erfährt über 200 Jahre nach seiner Entstehung eine recht raue, radikale Neuinterpretation durch Celldweller. Zumindest von den üblichen Weihnachtsklassikern bleibt ihr verschont. Mitternachtsreigens Schwarze Weihnacht klingt halt so, dass selbst der Grinch ganz versöhnlich mitschunkelt. Unsere Geschenke braucht ihr nicht auszupacken, hört einfach zu.
Es geht um Bass. Und Beats. Es geht um die fundamentalen rhythmischen Klangstrukturen der Musik, die durch ein Zusammenspiel von Beats, Drums und tiefen Frequenzen entstehen und die musikalische Bas(s)is bilden, Emotionen auslösen und Energie erzeugen. Wenn Druckwellen aus den Lautsprechern die Gläser in der Vitrine klirren, die Bauchdecke vibrieren und das Wasser in der Blumenvase Wellen schlagen lassen, so mögen wir das. Ein ordentlicher Bass kann Musikerleben komplett verändern, der bläst gleich 'mal die Kugeln vom Baum. Audiophile Menschen wissen wahrscheinlich sofort, wovon wir sprechen, denken bei ordentlich Bass an Wummern, an Party, an Rumms & Wumms. Nun denn, Beyond Border wirft die Maschinen an, die Robots fetzen über den Floor, Mitternachtsreigen dreht auf!
Synthesizer sind heute in fast allen Musikgenres zu finden, von Pop und Rock bis Hip-Hop, Techno und darüber hinaus. Wenn der Mitternachtsreigen also heute "Irgendwas mit Synth" macht, so kann das in erster Linie erst einmal alles Mögliche sein. Wer aber Mitternachtsreigen kennt, weiß, dass in erster Linie immer faszinierende Sounds und traumhafte Releases von absolut talentierten Künstlern im Vordergrund stehen. Irgendwas mit Synth ist also keineswegs beliebig. Gezielt erkunden wir mit euch nicht irgendwelche neue Releases, sondern von Größen wie T.O.Y, Vanguard oder Distain! Also nicht irgendeine Musik, sondern mehr als das; ein Gefühl, welches das Wesen der elektronisch produzierten Musik einfängt, eine Mischung aus introspektiven Texten und unwiderstehlichen, tanzbaren Beats, ein perfekter Soundtrack für nächtliche Autofahrten oder tiefgründige Gespräche oder einfach nur zum Hören und Genießen.
Wenn wir von den 80er Jahren, den 80ies sprechen, denken wir genau an die Dekade ab 1980, DIE 80er Jahre also. Das war eine Zeit, die nicht beliebig war, und so trugen auch Bands aus dieser Zeit gerne den bestimmten Artikel „The“ in oder vor ihrem Namen. „The“, genutzt beinahe wie ein Demonstrativpronomen, macht gleich bei der Ankündigung der Band klar, dass hier nicht irgendwelche Psychedelic Furs ihre Stücke zum Besten geben, sondern THE Psychedelic Furs, ihr wisst schon. Oder dass nicht random Charlatans „The Only One“ besingen, sondern akkurat THE Charlatans. Scheint wohl tatsächlich ein Idiom dieser Zeit zu sein, dieses The…, also sollen THE Bands gleich in der Stunde Mitternachtsreigen von DEN 80er Jahren künden.