So erhebend die innigst geliebten Synthieklänge manchmal sind, so viel Euphorie sie in uns entfachen können, ebenso schwer und schwermütig können sie auch daherkommen. Schwer, ohne einen 'runterzuziehen. Schwermütig, ohne einen in trostloser Traurigkeit zu erdrücken. Schon wahr, wir mögen's manchmal ganz ordentlich laut, doch auch stille Töne vermögen uns zu bezaubern. Melancholie kann ja so wunderbar sein. Die Stimmung, in die uns Blackbook mit "Stay Strange" versetzt, ist alles andere als strange. Dass Music-Maniac Daniel Myer mit seinen vielzähligen Projekten und Beteiligungen auch eine ruhigere Schiene fahren kann, bringt er mit vor allem mit DSTR eindrucksvoll zur Geltung. Selbst ein Faderhead haut nicht immer straight four-to-the-Floor, auch er beherrscht die ruhigeren Töne. Synthesizing, grau in grau - aber alles andere als farblos!
Mit bom-bass-tischer Wucht donnert der Mitternachtsreigen aus dem Studio der Radiofabrik und lässt euch Teil einer unbändigen Party sein, zumindest eine Stunde lang. Industrial verschmilzt mit Dark Wave, Xotox bringt ganz neue Facetten inDuctape's "Veil Of Lies" und der atmosphärische Synthpop von Empathy Test's "Holding On" wird mit den fiesen Bässen von KVLT's Remix ganz schön aufgekratzt. Techno in Dark, das kann richtig treiben. EDM wird TBM, kompromissloser Beat mit heftigem Rhythmus spielt mit altbekannten Genres und öffnet Grenzen, dem Floor ist's doch egal, wie "schwarz" die Bands und Projekte sind, Hauptsache ihr kommt nicht 'raus aus der Bewegung. Außer Atem? Ein wenig vielleicht, aber sicher nicht ausm Takt.
Dass diese 80s-Sache weit über Bands wie The Cure & Pet Shop Boys hinausgeht, macht euer Mitternachtsreigen monatlich klar - deswegen ja "80s, Wave & MORE (!)". Dass diese 80s-Sache 1990 nicht zu Ende war, sondern auch heute noch unfassbar coole 80s-Vibes hervorgebracht werden, das hören wir auch nicht erst seit Bands wie She Past Away. Eine unglaubliche Bandbreite tut sich gerade in der Dark-Wave-Szene seit einigen Jahren auf, und jede Woche gewinnen wieder neue Projekte unser Interesse. Alt und Jung, ja sogar ganz, ganz Jung in einer Reihe, das matcht nicht nur ganz famos, sondern gehört untrennbar zusammen. Das eine kann ohne das andere nicht bestehen, ein harmonisches und erbauliches Nebeneinander, ein Mehr-Generationen-Reigen, dem zweifellos mehr Generationen anhängen.
Machwerke aus elektronischen Klangerzeugern werden gemeinhin oft als Synthpop bezeichnet. Wir mögen Synthpop, aber der Begriff allein ist viel zu banal, um zu umfassen, was sich alles dahinter verbirgt. Sanfte Melodien, die einen in wohlige Harmonien einhüllen, jubelnde Synthies im Zusammenspiel mit atmosphärischen Flächen, beinahe trance-eske Soundgebilde, oft hinterlegt mit donnernden Basslines und energetischen Vocals, mitreißend, tanzbar, tief. So wie Rotersands "Don't Stop Believing". So wie Empathy Test's "Holding On". So wie KY's "Neon Lights". Wow! Einmal eingetaucht in den vielfältigen Electro-Pool ist man schnell untergetaucht in Synthies, Electro, Future Pop, EDM - kommt, wir gehen Electro!
Der Dunkelheit schlägt der Mitternachtsreigen heute ein Schnippchen und schlägt dabei schon ganz harte Töne an. Dunkle Beats steuern den nötigen Wumms mit bei, wenn Tyske Ludder die Trommel zum Schlagen bringen, Combichrist in gewohnter Weise eine Verwüstung hinterlassen oder Extize gar den Renaissance Rave anzettelt. Im Grunde geht's darum, dass am Ende des Tages euer Herz heftig schlägt. Nicht alles kurz & klein schlägt, sondern für uns und für die dunklen Bässe schlägt. Die Nacht hat einen Soundtrack, die Dunkelheit tanzt – und Mitternachtsreigen liefert den Beat.
2025. 25 Jahre M'era Luna Festival. 25.000 Besucher*innen. Seit 2000 wird dieses Musikfestival am 2. Augustwochenende in Hildesheim veranstaltet, eines der größten Festivals der Alternative-Musik- und Schwarzen Szene. Auf zwei Bühnen auf dem Flugplatz-Gelände spielen insgesamt 38 Acts, Bands und Solokünstler unterschiedlicher Genres von Mittelalter-Rock über Alternative, Gothic bis Electro. In diesem Spektrum der Klangkunst - mit viel elektronischen und harten Sounds, mit mehr Mittelalter und Folk als letztes Jahr sowie einem sehr verschiedenartigen Konglomerat aus lyrischem, epischem, Klassik-angehauchtem Gothic Metal - bewegten sich die Konzerte beim M'era Luna 2025. Doch da ist so viel dabei mehr als nur Konzerte besuchen. es geht vielmehr darum Freunde zu treffen, die unfassbar friedliche und fröhliche Atmosphäre aufzusaugen, den Mittelaltermarkt zu besuchen, in der Fashion Town zu flanieren und zu shoppen - kurzum, eine der schönsten Jahres-Zeiten zu verbringen. Auch für nächstes Jahr ist schon wieder gebucht.
Nein, da lassen wir nicht mit uns handeln - entweder ihr nehmt die Stücke so, wie sie im Raum stehen, ein wenig rau, vielleicht mit ein paar Schrammen und Kratzern, nicht ganz so auf Hochglanz poliert, aber dafür mit Patina und mit dem unverwechselbaren Charme von etwas, das sehr, sehr geliebt wird. Oder aber ihr habt eine Stunde Stille. Da hört ihr doch lieber hin auf dem Flohmarkt der Altertümer und Raritäten, nicht wahr? Da ist viel dabei, was gut & gerne als wunderbar erhaltene 80er-Ware durchgeht, und gleich daneben die gute alte 80er Ware macht ohnehin noch ordentlich was her, nicht angestaubt, fast wie neu. DAF und Ministry neben Adam Usi und Ductape - wie wunderbar das harmoniert!
Wir mögen die Nacht. Die Dunkelheit, die Stille, der ganz besondere Zauber einer klaren Sternennacht, die mystische Verwunschenheit einer tiefschwarzen Nacht. Nacht ist prima, das Prinzip "Nacht" hat immer 'was Gutes. Während der Woche erholt man sich vom oft stressigen Arbeitsalltag, am Wochenende stürzt man sich nächtens wild zum Feiern, und die Mittwochnacht, oh ja die Mittwochnacht, die ist halt einfach immer etwas Besonderes. Taucht ein in unsere nächtliche Hörprobe, legt euch hinein in ein Bett aus Synthieklängen, lasst euch 'mal wohlig einlullen von den sanften Harmonien, dann wieder gebt ihr euch ganz den wachen Sounds von Snakeskin, Ashbury Heights, X-Marks The Pedwalk und anderen hin. Die Mittwochnacht klingt klasse!
Ach, echt jetzt? Achthundert? Ja freilich, so viel Mitternachtsreigen ist euch tatsächlich bereits zu Ohren gekommen. Das bedeutet über 800 Stunden wahnsinnig großartige Musik, unfassbar coole Sounds, ganz, ganz arg viele Tracks. Tatsächlich hat euch der Mitternachtsreigen schon mindestens 800 mal bestens unterhalten, ganz nach Lust und Laune 'mal hart, 'mal zart, 'mal wild, 'mal mild. Wenn ihr traurig seid, gibt's nichts Tröstlicheres als einen Synthpop-Mitternachtsreigen. Freut ihr euch, dann fetzt doch zu einem Harsh-Electronics Mitternachtsreigen über euren Floor. Fühlt ihr euch so richtig dark & gothic? Mit einem 80s, Wave & More-Mitternachtsreigen mit viel Post Punk und Dark Wave gleich noch viel mehr. Euch hat's den Tag verhagelt? Kein Problem, ein EBM-Mitternachtsreigen bügelt das wieder glatt. 800 unterschiedliche Mitternachtsreigens für 800 unterschiedliche Launen - alles da für euch im Sendungsarchiv.
Das AMPHI FESTIVAL zählt zu den bedeutendsten Veranstaltungen der schwarzen Szene in Europa. Seit 2006 findet es jährlich im Kölner Tanzbrunnen statt und zieht Fans von Gothic, EBM, Industrial, Synthpop und verwandten Genres aus aller Welt an. Auch in diesem Jahr verspricht das Programm hochkarätige Acts wie unter anderem VNV Nation, Lord of the Lost, Camouflage, Anne Clark, Die Krupps, Rome, [X]-RX, Spiritual Front, The Second Sight, Gulvøss und noch viele mehr. Neben den Konzerten bietet das Festival Aftershow-Partys mit renommierten DJs, Lesungen und Theateraufführungen. Die Veranstaltungen finden sowohl auf der Hauptbühne als auch in der Theaterhalle und auf dem Schiff „MS RheinMagie“ statt, das als „Orbit Stage“ dient. Der Beachclub lädt zum Verweilen ein und bietet einen herrlichen Blick auf den Rhein und den Kölner Dom.